Kreativität und Schule

Risiken derzeitiger Lehrpläne für die freie Entfaltung der Kinder
Verfassungswidrigkeit staatlicher Regelungen von Bildungszielen und Unterrichtsinhalten vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse der Gehirnforschung

Huhn, Gerhard


Zum Buch: In dieser Arbeit wird vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse der Gehirnforschung untersucht, inwieweit ein Schulunterricht, der sich an die derzeitig geltenden Richtlinien insbesondere der musischen und gestalterischen Fächer hält, in das durch Art. 2, Abs. I Grundgesetz gewährleistete Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit der Kinder eingreift.

Die Fähigkeiten des Menschen, Probleme zu lösen, Ideen zu entwickeln und kreativ zu sein, beruhen (neben einer Vielzahl anderer Komponenten) vor allem auch auf einem intensiven - und in seinen Einzelheiten noch unbekannten Zusammenspiel der linken und rechten Gehirnhemisphäre.

Der Verfasser zeigt mögliche Gefährdungen dieses Prozesses auf, die durch eine zu starke Dominanz der einen oder der anderen Gehirnhälfte erwachsen können. Vor allem werden die Risiken untersucht, die aus einem Unterricht entstehen können, der (in dem Lebensalter, das für die Entwicklung der komplexen höheren geistigen Funktionen prägend ist) einseitig die Aktivitäten der verbalen, analytischen Hemisphäre trainiert, bevorzugt und belohnt. Eine sich möglicherweise daraus ergebende Reduzierung oder gar Blockierung des schöpferischen Potentials kann die freie Entfaltung der Persönlichkeit in Frage stellen.

Zum Autor: Dr. jur. Gerhard Huhn, Jahrgang 45, Jurastudium und Referendariat in Berlin, Tätigkeit als Lehrer für Deutsch in Schweden 1968, seit 1972 Trainingserfahrung (u.a. eigene Kurse mit den Schwerpunkten Selbstmotivation, Kommunikation, Informationsverarbeitung und Lernen; Verkaufs- und Führungskräftetraining für eine US-Firma in der Schweiz). Selbständiger Rechtsanwalt 1980-1986. Seit 1980 Aufbau eines Sachbuchverlages. Theoretische und praktische Fortbildung im psychologischen Bereich, Spezialgebiete: Kreativität, Entscheidungsfindung und Intuition. Derzeit geschäftsführender Gesellschafter des Synchron Verlages, Berlin, Gesellschafter des Instituts für integratives Training, Parsdorf bei München, Managementtrainer und Unternehmensberater.


Inhalt: Einleitung

Abwehransprüche der Schüler aus Artikel 2, Absatz 1 Grundgesetz gegen Eingriffe des Staates in die inneren Vorgänge der Persönlichkeitsentfaltung

A. Das Schutzgut von Art. 2, Abs.1 Grundgesetz nach dem bisherigen Verständnis von Rechtsprechung und Literatur
  1. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts - Elfes-Urteil und Entwicklung der Sphärentheorie
  2. Die sozialwissenschaftliche Interpretation des Schutzgutes in der Literatur
    1. Die Individualisierung der Selbstdarstellung nach Luhmann
    2. Die Entfaltung der Menschen durch die Menschen - der kommunikative Prozeß als Schutzgut bei Suhr
    3. Die Privatheittheorie Rüpkes
B. Neuere Erkenntnisse der Gehirnforschung und die Folgen für das Verständnis des Schutzgutes von Art. 2, Abs. 1 Grundgesetz
  1. Neuere Erkenntnisse der Gehirnforschung
    1. Funktionelle Asymmetrien
    2. Kommunikationsvorgänge, Spannungsverhältnis und Dominanzprobleme zwischen linken und rechten Gehirn
    3. Informationsaustausch und Kooperation zwischen den beiden Hemisphären des Großhirns - Intuition, Kreativität und Problemlösungsfähigkeit
    4. Die Folgen einseitiger Förderung der linken Großhirnhälfte für die Entwicklung der Persönlichkeitsstruktur des Individuums, seine Kreativität und die Fähigkeit, Probleme zu lösen
  2. Folgerungen aus der Gehirnforschung für das Verständnis des Schutzgutes von Art. 2, Abs. 1 Grundgesetz
    1. Die "innere Kommunikation"
    2. Das Ende der Sphärentheorie
C. Entwicklung einer neuen Interpretation des Schutzgutes von Art. 2, Abs. 1 Grundgesetz: Die freie, autonome Funktion der "inneren Kommunikation"
D. Verfassungswidrigkeit von Eingriffen des Staates in den Schutzbereich des Art. 2, Abs. 1 Grundgesetz durch die Gestaltung der Regelungen von Bildungszielen und Unterrichtsinhalten
  1. Regelung von Bildungszielen und Unterrichtsinhalten als Aufgabe des Staates
  2. Gefahren der Beeinflußung und Steuerung des inneren Kommunikationsvorgangs bei den Schülern durch den Staat
  3. Verfassungsrechtliche Prüfung normativer Gestaltungen von Bildungszielen und Unterrichtsinhalten
    1. Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
      1. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
      2. Die Behandlung des Verhältnismäßigkeitsprinzips in der Literatur
    2. Die Anwendung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes auf einige Regelungen von Bildungszielen und Unterrichtsinhalten
    3. Kriterien für die konkrete Anwendung des Verhältnismäßigkeitsprinzips im engeren Sinne
      1. Einseitige Aktivierung einer Großhirnhemisphäre durch schulische Maßnahmen
      2. Intensität des staatlichen Eingriffs in die innere Kommunikation
E. Prüfung von Richtlinien
  1. Richtlinien für das Fach "Textiles Gestalten" (NRW)
    1. Geeignetheit der Richtlinien
    2. Erforderlichkeit der Richtlinien
    3. Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne
  2. Vorläufiger Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule - Gymnasiale Oberstufe - Fach Musik unter besonderer Berücksichtigung der "Ausführungsvorschriften über die Abiturprüfung (Anlage 1 g - Musik)"
    1. Einseitigkeit der Aktivierung einer Hemisphäre
    2. Intensität der Beeinflußung
  3. Rahmenplan für das Fach "Kunst" (Berlin)
Schlußüberlegungen
Literaturverzeichnis
Anlagen I-III

 



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