Auf der Suche nach ekstatischer Erfahrung

Erfahrungen mit Ecstasy

Katrin Krollpfeiffer

(Ethnomedizin und Bewußtseinsforschung / Ethnomedicine and the Study of Consciousness)


Die Droge Ecstasy (offizielle Bezeichung MDMA), die in den 70er und 80er Jahren legal zu psychotherapeutischen Zwecken eingesetzt wurde, erlebt zur Zeit eine zweifelhafte Renaissance auf den Marathon-Partys der "Rave-Szene", wo sie von zunehmend jüngeren "Techno"-Musikfans in teilweise exzessivem Ausmaß konsumiert wird.
Anhand von acht Tiefeninterviews mit Ecstasy-Konsumenten aus verschiedenen Szenen geht die Autorin in ihrer Arbeit der Frage nach, was die psychotherapeutische bzw. selbsterfahrungsorientierte Anwendung von Ecstasy und dessen Einsatz als Partydroge gemeinsam haben, und wo die Unterschiede in der Motivation und der Bedeutung, die die Konsumenten ihren Erfahrungen beimessen, liegen. Sie betrachtet die Drogenerfahrungen in einem sozialen und kulturellen Kontext und stellt die "Sehnsucht nach ekstatischer Erfahrung" als ein zentrales Motiv für den Ecstasy-Konsum heraus. Außerdem plädiert sie für mehr Dialogbereitschaft zwischen den "Labor- und Schreibtischexperten" der Drogenforschung und den "Drogenexperten des Alltags", den Konsumenten selber.

Inhalt:

Einleitung: Ein Überblick über diese Arbeit

  1. Das Thema
  2. Die Vorgehensweise
  3. Das Forschungsziel
  4. Die Arbeit ein Überblick
  5. Danksagung
I Forschungstheoretische und methodische Grundlagen
0. Einleitung
1. Der Ansatz der humanistischen Psychologie
  1. Die Psychologie als "authentische Wissenschaft"
  2. "Das persönliche Gespräch als Weg in der psychologischen Forschung" von Inghard LANGER
  3. Bewertung und konkreter Bezug zu meiner Arbeit
2. Der subjektwissenschaftliche Ansatz der kritischen Psychologie
  1. "Kontrollwissenschaft" vs. "Subjektwissenschaft"
  2. Die Methode der "Erinnerungsarbeit" von Frigga HAUG
  3. Bewertung und konkreter Bezug zu meiner Arbeit
3. Der Ansatz des symbolischen Interaktionismus
  1. Die Interpretation kultureller Bedeutungen
  2. "Grounded theory" und der ethnographische Ansatz
  3. Bewertung und konkreter Bezug zu meiner Arbeit
4. Zusammenfassung und Diskussion
II Drogenerfahrungen im kulturellen Kontext einige theoretische Vorüberlegungen
0. Einleitung
1. Zum Kulturbegriff
2. Zur Kulturgeschichte von Rausch, Drogen und Ekstase
  1. Zur Kulturgeschichte von Rauschdrogen
  2. Rausch und Ekstase
  3. Der Begriff "peak-experience"
3. Die Bedeutung von Set und Setting und das Ritualkonzept
  1. Dosis, Set und Setting
  2. Das Ritualkonzept
  3. Implikationen für meine Arbeit
4. Die sieben Funktionsbereiche des Drogengebrauchs (nach Blätter)
5. Exkurs zum Thema Sucht
6. Das Konzept der "social worlds" und das Kontinuum "recreational vs. therapeutic use" in der MDMA-Studie von Beck u.a.
Zusammenfassung des Kapitels
III Ecstasy die Karriere einer Droge
0. Einleitung
1. Wissenswertes über Ecstasy
  1. Begriffserklärung "Ecstasy" "MDMA"
  2. Darreichungsform/Dosierung/Schwarzmarktpreis
  3. Chemische Zusammensetzung, Kategorisierung und Abgrenzung zu anderen Substanzen
  4. Das Schwarzmarktproblem: Unklare chemische Zusammensetzungen
  5. Wirkungsweise
  6. Die Kontroverse um Ecstasy: Geschichte einer Droge
  7. Gegenwärtiger Stand der MDMA-Forschung
2. Wer nimmt MDMA? Ein Überblick über die Szenen
   0.    Einleitung
  1. Einteilung der verschiedenen Szenen
  2. Zur Verbreitung und Entwicklung des MDMA-Gebrauchs von den 70er Jahren bis heute (USA, BRD, England, Schweiz)
  3. Ecstasy in verschiedenen Szenen
    1. Ecstasy im psychotherapeutischen Setting
    2. Ecstasy in der NewAge-Szene
    3. Ecstasy in der Rave-Szene
    4. Sonstige Settings
  4. Zusammenfassung und Bezug zum empirischen Teil
IV "Erfahrungen mit Ecstasy" 8 Gespräche
0. Einleitung
1. Planung der Interviews
2. Auswahl der Interviewpartner/Stichprobe
3. Durchführung der Interviews
4. Veränderung des Blickwinkels im Laufe der Gespräche
5. Bearbeitung/Verdichtung der Gespräche
6. Darstellung der verdichteten Gespräche
  1. Das Gespräch mit Anna
  2. Das Gespräch mit Bea
  3. Das Gespräch mit Cecile
  4. Das Gespräch mit Daniel
  5. Das Gespräch mit Erik
  6. Das Gespräch mit Felix
  7. Das Gespräch mit Gina
  8. Das Gespräch mit Hope
7. Auswertung/Vergleich der Gespräche
  1. Vergleich der Aussagen zu verschiedenen Themen
    1. Die erste Ecstasy-Erfahrung
    2. Settings/Anwendungsweisen für weitere Erfahrungen
    3. Die Bedeutung von Set und Setting
    4. Häufigkeit / Dosierung / Substanzqualität / Quelle / Information
    5. Typische Elemente der Ecstasy-Erfahrung
    6. Bedeutung und Bewertung der Ecstasy-Erfahrung
    7. Erfahrungen mit anderen Drogen / Haltung zu Drogen allgemein
    8. Rückblick/Perspektive
  2. Diskussion und Bezug zur Fragestellung
    1. Verschiedene Settings und Anwendungsweisen
    2. Zentrale Elemente der Ecstasy-Erfahrung
    3. Bedeutung/Bewertung der Ecstasy-Erfahrungen
V "Auf der Suche nach ekstatischer Erfahrung" Diskussion der Ergebisse
0. Einleitung
1. Zusammenfassung der Ergebnisse aus Kapitel IV
2. Diskussion der Ergebnisse in Bezug zum theoretischen Hintergrund
  1. Die Bedeutung von Set, Setting und "social world"
  2. Rave, Kreisritual, Therapie: MDMA-Gebrauch und Ritualkonzept
  3. Hedonismus vs. Erkenntnis subjektive Bedeutungen und Funktionen des MDMA-Gebrauchs
  4. Die Suche nach ekstatischer Erfahrung Suche oder Sucht?
  5. Zusammenfassung
3. Grenzen und Perspektiven dieser Arbeit
VI Anhang
  1. Kleines Drogenlexikon
  2. Literaturverzeichnis


home - Zur Startseite des VWB - Verlag Wissenschaft und Bildung


Hiermit bestelle ich / I like to order:
Stück/copy "Auf der Suche nahc Erfahrung ..."

Meine EMail:

Meine Adresse / My address:

Zahlungsart/Method of payment:

per Kreditcarte (Visa Card only)

Rechnung (im Ausland Vorausrechnung)/Payment in Advance

BITTE SENDEN SIE UNS NACHFOLGENDE DATEN AUS SICHERHEITSGRÜNDEN NUR PER POST ODER FAX:
PLEASE SEND THE FOLLOWING ITEMS ONLY BY POST OR FAX:
Fax No: +49-[0]30-251 11 36
Kreditkartennummer/Card Number
Gültig bis/Valid until: - Kreditkartenprüfnummer/Card Verification Code/Value:

Einzugsermächtigung (nur Inland)
Kontonummer Bankleitzahl
Name des Kontoinhabers

Datum + Unterschrift / Date + Signature:


Was Sie uns sonst noch sagen wollten: