Sprachfrage und Sprachkonflikt

Zur typologischen Differenzierung der Sprachen in der Türkei und Mesopothamien

Alkan, Sükrü


Wenn Sie mich fragen, wo die Denkkraft herkommt, dann kann es nur und stets die Sprache sein: Die Sprache ist eine fundamentale Existenz, aus der die Manifestation des Denkens und der menschlichen Produktion die Legitimation des menschlichen Daseins hervorgeht.
In meiner Untersuchung habe ich nicht nur vorgehabt, allein auf das Verbot des Kurdischen in der Türkei hinzuweisen, sondern die Intention dieser Arbeit war/ist, den Hintergrund der Sprachideologie der Türkei zu zeigen und darzustellen, daß das Problem der Sprachfrage in der Staatsideologie begründet ist. Das Ganze kann bezogen werden auf die komplexe problematische Nationalisierung der Türkei, die allein eine Nation in Betracht zieht und andere Nationen total negiert.
Nicht nur, was die Sprachdifferenzierung und verschiedene Sprachen und Sprachfamilien angeht, sondern die Sprachpolitik und ihre Entwicklung sind meine Beweggründe gewesen, die türkische Sprachwissenschaft von seinen Worthülsen zu befreien, um ein wissenschaftliches Terrain für die Sprachwissenschaft und die Sprachkritik zu schaffen.
Wichtig ist zu zeigen, daß die Sprache zwar die Erstsprache für jede und jeden eine verwirklichte Denkkraft ist, aus der sich das Denken frei gestalten kann und das Individuum sich in der Welt befinden wird.
Aber nun, wie soll ein Mensch, der einem Herrschaftssystem unterworfen ist und dem seine Sprache genommen wurde, sich frei entwickeln können? Die Antwort, soweit es mir gelungen ist, ist in der Thematik dieser linguistischen Untersuchung innewohnend.

Sükrü Alkan
ükrü Alkan wurde 1964 in einem kurdischen Dorf von Sivas geboren. Nach dem Ende des Gymnasiums in Sivas kam er im Alter von 18 Jahren (1982) in die Bundesrepublik – Berlin. 1983 begann er mit der Erzieherausbildung. Nach kurzer Tätigkeit als Erzieher studierte er an der FU Berlin 1989-1994 Allgemeine Deutsche Sprachwissenschaft (Linguistik), Philosophie und Soziologie. Gegenwärtig promoviert er an der FU Berlin.
Als Mitglied des Kurdischen Institutes Berlin ist er in der Redaktion der vom kurdischen Institut herausgegebenen Zeitschrift "Lekolin" (Zeitschrift für Wissenschaft und Forschung) tätig, und er schreibt seit 1996 für die in Deutschland erscheinende türkischsprachige kurdische Zeitung "Özgür Politika". Seine Artikel sind dort unter der Bezeichnung "Die Welt der Philosophie" erschienen.


Inhalt:

Vernünftige Sprachpolitik: Zur Bedingung ihrer Möglichkeit (Fridolin Ganter)
Einleitung
  1. Die Entwicklung der türkischen Sprache seit der Gründung der Türkischen Republik (Sprachkonflikt)
    1. Sprachreform und Sprachfrage in der Türkei
      1. Türkische Sprachtheorie - Sonnen-Sprachtheorie (Günes Dil Teorisi)
      2. Prinzipien der Sprachpolitik
      3. Kolonialsprache und ihre Ebenen in Kurdistan; das sprachliche Erbe der Kolonisation
  2. Typologische Differenzierung der Sprachfamilien in der Türkei
    1. Sprachfamilien in der Türkei
      1. Altaische Sprachfamilie
      2. Indo-europäische Sprachfamilie
        1. Albanisch
        2. Griechisch
        3. Armenisch
        4. Kurdisch
      3. Semitische Sprachfamilie
      4. Kaukasische Sprachfamilie
  3. Sprachtypen und Sprachen in der Türkei
    1. Differenzierung der Sprachtypen und Sprachen in der Türkei
      1. Agglutinierender Typ - Affixiale Funktion
        1. Türkisch
        2. Aserisch
      2. Kaukasische Sprachen - Einleitung
        1. Westkaukasische Sprachgruppe (Westtscherkesische Sprachen)
          1. Zu dem tscherkessischen Dialekt Abadzechische Abasesich
          2. Abxasisch - Abchasisch
        2. Südkaukasische (kartvelische) Sprachen
          1. Georgisch - türk. (Gürcü - ler) Gürcüce
          2. Lasisch - türk. Lazca
      3. Flektierender Typ - Flexionale Funktion
        1. Kurdisch - Kurdish - Kurmanci (Kurdi)
        2. Arabisch
        3. Aramäisch
        4. Armenisch
        5. Albanisch
        6. Griechisch
    2. Zusammenfassung
    3. Schlußfolgerung - Sprachfrage in der Türkei
Anhang Anmerkungen zum ersten Teil
Anmerkungen zum zweiten Teil
Anmerkungen zum dritten Teil
Literaturverzeichnis
Zeitschriften




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